Astrofest La Palma

Am 29.09.2015 besuchten wir die Kollegen der TWAN Organisation auf der Insel La Palma. Dort treffen sich alle zwei Jahre viele Astrofotografen zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Wir hatten dort die Gelegenheit viele interessante Vorträge von Erfahrenen Astrofotografen wie Babak Tafreshi oder Christoph Malin zu besuchen.

Als Unterkunft haben wir eine Finca in ca 500 Metern mit Blick auf das Meer angemietet welche hauptsächlich an Astrotouristen vermietet wird. Die Große Außenanlage mit einem wunderschönen Garten brachte uns nach einem langen Vortragstag viel Entspannung.

Morgens früh, lange vor Sonnenaufgang klingelte dann unser Wecker, aber die Angenehmen Temperaturen ließen auch zu so früher Stunde keine schlechte Laune aufkommen. Der Morgentliche Blick in das Tal und mit der aufgehenden Venus war schon sehr beeindruckend.

Wir hatten nur eine kleine Fotoausrüstung mit der Polarie und dem neuen AP Star Tracker dabei da zu diesem Zeitpunkt der Mond schon recht früh aufging und es zeitlich eh nicht möglich war bis auf dem Roque de los Muchachos hoch zu fahren, bevor der Mond aufgeht.

Dennoch hatten wir natürlich geplant zumindest in den National Park zu fahren um wenigstens ein Paar Stimmungsaufnahmen zu machen.

Vorher ging es jedoch ersteinmal ab ins Tal zum Astrofest. Nach einem kleinen Frühstück begannen dann auch direkt die Vorträge. Die Fotografen, die aus der ganzen Welt angereist waren hielten nach und nach Ihre Vorträge mit wirklich beeindruckenden Aufnahmen von Polarlichtern und professionellen Stimmungsaufnahmen von der Milchstraße und tollen Landschaften. Besonders beindruckend fand ich den Vortrag von Carsten Peter von National Geographic über seine gefährlichen Vulkan Expeditionen über die auch im Fernsehen berichtet wird.

Am Abend setzten wir uns dann in einer gemütlichen Runde alle zusammen und besprachen einige Themen, z.B. das Problem der Lichtverschmutzung oder verschiedene Fototechniken. Es war sehr interessant so viele bekannte Astrofotografen kennen zu lernen.

Nun mussten wir uns aber auch ein wenig beeilen, wir wollten ja noch ein wenig fotografieren bevor der Mond den ganzen Himmel aufhellen würde.

Auf dem Weg in den Nationalpark wurden jedoch die Wolken immer dichter und der Weg um über die Wolken zu gelangen war in der kurzen Zeit einfach zu weit. Als wir plötzlich ein Schild mit einem Photopoint sahen entschlossen wir uns auf gut Glück dorthin zu fahren und letztendlich war dies auch die Richtige Entscheidung.

Als wir dort ankahmen waren wir ganz knapp nur wenige Meter über den Wolken und wir konnten wunderbar die Milchstraße erkennen, auch wenn immer wieder einige Wolken den Blick etwas eintrübten. Hier sieht man nun ein Paar Ergebnisse die in der kurzen Zeit von uns gemacht wurden.

Da keine genaue Polausrichtung möglich war, denn im Norden zogen immer dichte Wolken durch, entschloss ich mich nur mit der Polarie zu arbeiten und auf längere Brennweiten zu verzichten um wenigstens ein Paar ansehnliche Fotos zu bekommen.

Als Kameraausrüstung hatte ich die Nikon D7000 mit einem 18-70 mm

Zoomobjektiv dabei. Die Aufnahmen

habe ich dann mit 18mm gemacht und die Empfindlichkeit je nach Trackingeinstellung zwischen 1600 und 2500 ASA eingestellt.

Der Photopoint war landschaftlich mit ein Paar interessanten Bergen und Bäumen recht interessant, jedoch wurde ein Großteil der südlichen Milchstraße genau durch einen Berg verdeckt und da wir an dieser Stelle an dem höchsten Punkt angelant waren

und weiter unten wieder Wolken die Sicht versperrten, war ein ausweichen

nicht mehr möglich.

Wie an dem unteren Foto zu sehen ist, zogen auch an unserem Standort immer wieder Wolken durch.

Die Polausrichtung war aufgrund der Wolken wie man an diesem Foto sieht eine reine Glücksache und bei jedem Standortwechsel musste man sich erst einmal wieder an den Pol herantasten.

Schließlich war es dann soweit und am Horizont konnten wir die Aufhellung durch den Mond erkennen der das Ende unserer Fotografie einleitete.

Also machten wir noch schnell ein Paar Stimmungsaufnahmen mit kürzeren Belichtungszeiten befor es noch heller wurde.


Gegen 23:00 Uhr packten wir dann unsere Ausrüstung zusammen und fuhren zurück zu unserer Finca.


Ich kann aber jedem empfehlen einmal die Insel La Palma zu besuchen. Der Himmel dort ist wirklich hervorragend und wenn man eine gewisse höhe erreicht hat ist man meistens über den Wolken.


Weitere Informationen zur Buchung bekommt man auch bei Astro La Palma die auch Astro- Exkursionen für Touristen veranstalten.


Clear Skies

Michael Schlünder

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